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Risikoeinschätzung PDF 

Die Einschätzung von Risiken in Museen und Archiven spielt eine zunehmend grössere Rolle. Dabei umfasst das Spektrum ein weites Feld:

  1. Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern (Safety)
  2. Wertschutz von Objekten und Einrichtungen (Security)
  3. Langfristiger Erhalt der Sammlungsobjekte (präventve Konservierung)

Die Anforderungen in den beiden ersten Aspekte sind durch die Vorgaben des Gesetzgebers bzw. z.T. des Versicherers relativ klar umrissen. Diese Vorgaben sind zu erfüllen und werden von den zuständigen Stellen kontrolliert. Der dritte Aspekt - der langfristige Werterhalt der Sammlung - liegt heute überweigend im Interesse und Zuständigkeitsbereich der betroffenen Institution. Er wird oft auch mit dem Begriff der Präventiven Konservierung umschrieben, der sämtliche Massnahmen im Umfeld eines Objektes zusammenfasst, die zur langfristigen Erhaltung und Überlieferung des Objekts beitragen.

Zur Präventiven Konservierung gehören die angemessene Aufbewahrung in einem geeigneten Umfeld (Klima, Licht, Luftschadstoffe, Erschütterung etc.), die angemessene Nutzung im Alltag (Handling, Ausleihe, Ausstellung, Erforschung, Dokumentation etc.) sowie überschneidend mit dem Wertschutz (2) das Verhindern des Verlust eines Objekts durch Diebstahl, Raub, Unterschlagung etc.

Um geeignete und nachhaltige Massnahmen ergreifen zu können, müssen die Risiken in einer Sammlung überhaupt erkannt und in ihrer Wichtigkeit eingeschätzt werden. Dazu stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung, mit welchen unter unterschiedlichem Blickwinkel und in unterschiedlicher Tiefe die relevanten Aspekte erfasst und beurteilt werden. Das Spektrum reicht vom grundsätzlichen Risikoradar* bis zum ausführlichen, sammlungsbezogenen Riskassessment.

Die Resultate aus der Risikoeinschätzung dienen als Managementtool zur strategischen Führung und zur Setzung langfristiger Prioritäten in der Erhaltung der Sammlungsbestände und auch der Liegenschaften.

Wir unterstützen Sie zusammen mit Spezialisten bei der Definition, Erarbeitung und Umsetzung von Projekten zur Risikoeinschätzung. Wir helfen, das Risikobewusstsein auf allen Ebenen der Institution vom Groben zum Detail aufzubauen, zu schulen und zu erhalten. Wir stehen zudem auch als Aussenstehende für Zweitmeinungen in laufenden Riskmanagementprozessen zur Verfügung.

* Der Prevart-Risikoradar ermöglicht nach einer ersten übersichtsmässigen Kurzerfassung der Institution, die erkennbaren Hauptrisiken verständlich und priorisiert grafisch darzustellen. Der Risikoradar dient dabei in erster Linie der Schärfung des Risikobewusstseins in einer Institution und als Grundlage zur Zieldefinition für umfassendere Projekte im Bereich der Risikoeinschätzung.

Ansprechpartnerin: Karin von Lerber (Lehrbeauftragte für Risikoanalyse und Notfalleinsatz an der Fachhochschule La Chaux-de-Fonds, Fachbereich Konservierung)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. November 2010 um 19:33 Uhr