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Wir beraten Museen, Sammlungen und Archive von der Bedürfnisabklärung bis zur Planung und Inbetriebnahme eines Depots. Unsere Erfahrung beruht auf der Planung von über 40'000m2 Depotfläche zur Unterbringung von mehreren hunderttausend Objekten in den vergangenen 5 Jahren.

München, Zentraldepot der Museen der Stadt München (Architekten: Schmidt-Schicketanz und Partner, München 2009-2011)
Zehn Gründe für eine Verbesserung/Veränderung der Depotsituation
- prekäre Platzverhältnisse durch Sammlungszuwachs
- schlecht genutzte Flächen, veraltetet Lagertechnik
- Räume werden intern/extern anderweitig benötigt (z.B. Ausstellungserweiterung, Kündigung des Mietverhältnisses)
- betrieblich ungünstige Lage (mehrere dezentrale Standorte, schlechte Erschliessung)
- zu teure Mietobjekte in innerstädtischer Lage (hohe finanzielle Belastung)
- zu hoher Energieverbrauch bzw. hohe Energiekosten
- ungünstiger Standort (Gefährdung durch Naturgefahren, Grundwasser, Feuchtigkeit)
- veraltete, z.T. sanierungsbedürftige Räumlichkeiten (z.B. Fenster oder Dach)
- veraltete oder marode technische Infrastruktur (mangelnder Brandschutz, veraltete hautechnische Installationen, mangelnde Sicherheit)
- Probleme mit Schädlingsbefall
Es besteht dringender Handlungsbedarf aus konservatorischen, betrieblichen und/oder betriebswirtschaftlichen Gründen
Siehe auch unser Risiko-Schema, das die potentiellen Risiken zeigt, welchen Kultugut in einem Depot unterlIegen.
Vier Aspekte die in einem Depotplanungsprozess grundlegend sind:
- Erstellen verlässlicher Mengengerüste der vorhandenen Objektbestände (Menge, Gewicht, aktueller Platzbedarf, Auslastung der jetzigen Lagerung, optimale Lagerart und Lagergegebenheiten). Dazu verwenden wir die von uns enwtickelte Software StorageScan 10.x, mit der Möglichkeit der Datenübernahme aus den verschiedensten Softwarelösungen und des Datenexports z.B. in eine Excel-Tabelle.
- Festlegung, wo Lagerverbesserungen (Optimierungen) umgesetzt werden können und u.U. andere/neue Lagertechniken eingesetzt werden sollen
- Ermitteln des Reservebedarfs in den verschiedenen Objektgruppen für die nächsten 10, 20 und 30 Jahre
- Ermitteln der für die einzelnen Objekt- bzw. Materialtypen erforderlichen Lagerbedingungen bzüglich:
- Licht
- Klima (Temperatur und relative Feuchte)
- Luftqualität (Luftalter, Filterung fester und gasförmiger Stoffe)
- Erschütterung/Vibration
(Für den späteren Umzug sind auch noch weitere Parameter von Bedeutung)
Ausgehend von den erhobenen Grundlagen können die Anforderungen an ein künftiges Depot und dessen Einrichtung festgelegt werden:
objektbezogene Parameter
- Lagerart, Lagersystem, Lagertyp (Fixregal, Rollregal, Palettregal, Schubladenstock, Gitterauszugswände, etc.)
- Lagergebinde (Stapelbehälter, Schachtel, Palett, etc.)
- Aktueller Platzbedarf und Platzreserven für zukünftigen Zuwachs oder Sammlungsausbau
- Segmentierung des Depots (Aufteilung in Bereiche)
- Klimatische Bedingungen
- Luftqualität
- Materialwahl
- Staubschutz (geschlossene Gestelle, Schränke, etc.)
- Anforderungen an die Lichtplanung
- Erschütterung
ortsbezogene Parameter
- Konzeption der Schädlingsprävention (IPM) und der Schädlingsbekämpfung
- Betriebliche Abläufe (Objektfluss)
- Objektbewirtschaftung (Datenbank, Strich-Code)
- Hilfsmittel (Handwagen, Bilderwagen, Gabelstapler)
- Verkehrswege in Abhängikeit der eingesetzten Einrichtungen und Hilfsmittel
- Infrastrukturerfordernisse (Anlieferung, Quarantäne, Arbeitsräume, Büro, etc.)
- Brandmelde- und Brandschutzanlage
- Sicherheit (Einbruchschutz) und Safety (Sicherheit der Mitarbeiter)
- Wirtschaftlichkeit und langfristige Tragbarkeit für den Nutzer
- Terminplanung
- Inbetriebnahme und Umzugslogistik
Je nach vorhandenen Objekten, örtlichen Gegebenheiten und vorhandenen Ressourcen sind die Prioritäten zu setzen. In den seltensten Fällen wird sich eine Maximallösung verwirklichen lassen. Anzustreben ist eine ausgewogne für die Sammlung und das sie betreuene Personal vertretbare Lösung, welche sich mit den zur Verfügung stehenden Investitionsmitteln finanzieren und mit den vorhandenen Betriebsmittel betreiben lässt.
Lagertechnik Wir erstellen die Grundlagen für die Beschaffung geeigneter Lagertechnik für Museen und Archive (Regale, Verschieberegale, Palettregale, Kragarmregale, Gitterzugwände, Schubladen, Fahnenschubladen, Spezialaufhängungen etc.). Dabei bieten wir die gesamte Dienstleistung von der Erhebung des Bedarfs, Aufstellung der Nutzeranforderungen, über die Erstellung der technischen Pflichtenhefte, die WTO-Ausschreibung und Angebotsprüfung bis zur Begleitung der Umsetzung durch die Lieferfirmen und die technischen Abnahme für den Bauherren. Grundsatz unserer Planungsarbeit ist die Unabhängigkeit von jeglichen Produzenten und Anbietern (Beauftagung durch den Bauherren/Nutzer). Wir haben Projekte mit den führenden Anbietern für Museumslagertechnik umgesetzt.
IST-Zustandserfassung und Masterplanung Wir erstellen (vorzugsweise in frühen Planungsphasen) strukturierte IST-Zustandserfassungen vorhandener Liegenschaften und Räumlichkeiten, um die sie bzgl. ihrer Nutzung und ihres Optimierungspotentials objektiv bewerten zu können. Dazu verwenden wir die von uns entwickelte, skalierbare Software DepotScan.
In Masterplanungen zeigen wir die Möglichkeiten auf, die Depotsituation in Museen und Museumsgruppen zu entflechten, zu optimieren sowie funktional, betrieblich, technisch und konservatorisch zu verbesseren sowie auf den heutigen Stand der Technik zu bringen. Dabei steht nebst der Erhaltung des Kulturguts der Aspekt der Wirtschaftlichkeit (geringe Betriebskosten) und Nachhaltigkeit (geringer Eneregie- und Ressourcenverbrauch) im Zentrum unser Arbeit.
Raumbeurteilungen mit DepotScan 1.9 Im Rahmen der Evaluation der aktuellen Depotsituation oder von möglichen Standorten sind die Räume bzgl. verschiedener Kriterien wie baulicher Zustand, Erschliessung, Klima, Sicherheit, Lagertechnik, Risiken etc. zu beurteilen. Zu diesem Zweck haben wir das Bewertungssystem DepotScan 1.x entwickelt, das eine effiziente, individuell auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmte Beurteilung einzenere Räume ermöglicht. Jeder Raum wir nach 21 gewichteten Kriterien erfasst und bewertet.

Siehe auch herunterladbare Texte und Referate im Downloadbereich!
Für weitere Informationen wenden Sie sich an Joachim Huber oder Karin von Lerber:
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